Standpunkte

Juni 2009

Das Jugendzentrum Sunshine ist durch Sparmaßnahmen an enge Grenzen gestoßen, Politiker der großen Volksparteien thematisieren Vandalismus durch Jugendliche und die innere Sicherheit.
Dem folgt das Versprechen, wenn der Bürger mit seinem Wahlkreuzchen die entsprechende Partei zur Verbrechensbekämpfung ermächtige, dann werde es eine verbesserte Polizeipräsenz in Selm geben.
Die UWG hat dazu eine Meinung:


Es kam wie es kommen musste, bzw. wie es SPD und CDU beschlossen haben: Das Jugendzentrum Sunshine muss sparen. Einem hochmotivierten Team wurden 50% der Mittel gekürzt. Deswegen gibt es zukünftig gekürzte Öffnungszeiten im Sunshine. In den Schulferien wird das Jugendheim gar nicht geöffnet. Der Jugendtreff Freestyle in Bork wird Ende Juni für immer geschlossen. Kurse fallen aus, Kursgebühren steigen. Am Wochenende muss das Jugendheim privat vermietet werden. 5000 Euro soll das Team Jugendförderung dadurch einnehmen, wenn sie nicht erreicht werden, geht die Differenz auch noch zu Lasten des städtischen Zuschusses.
Der externe Sparberater hat es empfohlen und sogar der Jugendhilfeausschuss versteckt sich hinter diesem Beschluss, übersieht dabei aber völlig, dass diese Sparmaßnahmen einen Rattenschwanz von Kosten nach sich ziehen, die man jetzt noch gar nicht beziffern kann: Kosten der Jugendhilfe, Beseitigung von Vandalismusschäden und Mehrarbeit des Ordnungsamtes (aber da soll auch gekürzt werden). Vor diesem Hintergrund sind die Aktionen der großen Parteien, die Unterschriftslisten der CDU, die Herr Makiolla gerne in Empfang nimmt, ohne etwas zu ändern, nichts als Wahlkampfgetöse. Auch eine rund um die Uhr besetzte Wache wird die Probleme in Selm nicht lösen. Es mangelt in Selm schon immer an Freizeitangeboten für Jugendliche, besonders an Wochenenden und in den Ferien. Diese noch zu kürzen ist einfach unverantwortlich und lässt sich auch mit Sparmaßnahmen nicht entschuldigen. Unsere Stadt muss lebenswert bleiben, deswegen wäre der umgekehrte Weg der richtige und auf Dauer sicherlich auch der sparsamste: Das Jugendheim, das sollte gerade am Wochenende geöffnet werden, weitere Aktionen müssten folgen, der Bedarf ist da. Auch die Jugendarbeit in den Sportvereinen muss intensiviert und nicht durch ebenfalls unsinnige Sparmaßnahmen gedeckelt werden. Das Interesse und auch die Verärgerung über Jugendarbeit ist groß, das zeigt auch das Forum im Internet der RN deutlich.

Maria Lipke

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