Standpunkte

Mai – Juni 2011

Es gibt etwas zu feiern in Deutschland, wir stehen vor einer historischen Energiewende...

Nach dem Super-Gau in Fukushima haben wir uns seit dem 23. Mai regelmäßig am Montag auf dem Marktplatz in Selm zur Mahnwache gegen Atomkraft getroffen.
Nach einer Schweigeminute haben uns dabei an jedem Montag zwölf verschiedene Referenten mit ausgesprochen interessanten Redebeiträgen unterstützt.
Die Teilnehmer (jeweils zwischen 50 und 200 Personen) kamen aus allen Bevölkerungsschichten, von jung bis alt und wir und wir haben Wert drauf gelegt, diese Veranstaltungen politisch neutral zu halten.
Mit der13. Mahnwache haben wir diese Treffen am 27. Juni mit einer kleinen Feier vorerst beendet.
Wir denken, die Feier war angebracht, denn wir haben etwas zu feiern:
Deutschland steht vor einer historischen Energiewende. Acht Atomkraftwerke sind schon vom Netz genommen worden, sie bleiben dauerhaft abgeschaltet. Auch für die Übrigen gibt es feste Ausstiegsdaten. Das ist ein großartiger Erfolg aller Menschen, die sich teilweise seit Jahrzehnten dafür eingesetzt haben, dass diese Atomkraftwerke stillgelegt werden.
Dieses wurde nur erreicht, weil sich nach dem Unglück von Fukushima, in ganz Deutschland, Hunderttausende aktiv dafür eingesetzt haben.
Im Herbst werden wir weiter machen, mit der klaren Forderung, den endgültigen Ausstieg vorzuziehen. Den jetzigen Atomfahrplan der Bundesregierung lehnen wir ab. Ein Gesetz, das den kompletten Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 hinauszögert, sollte man nicht akzeptieren.
Ahaus und Gronau, sind weitere Themen, die bisher gar nicht angepackt wurden. Weitere Castortransporte sind angekündigt und es fahren immer noch regelmäßige Transporte mit Uranhexaflourid über die Schiene durch Selm nach Gronau. Nach dem großen Ostermarsch in Gronau, zu dem wir als UWG Selm einen Bus eingesetzt hatten, muss der Widerstand gegen die dortige Urananreicherungsanlage kontinuierlich weiter gehen.
Und schließlich gibt es in Sachen Energieversorgung der Stadt Selm, also hier in Selm, noch viel zu tun.


Maria Lipke


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