Standpunkte

November 2006

In der ersten Ratssitzung seit Bekanntgabe von Bürgermeister Hußmanns Wech-selplänen nach Greven warb er dafür um Verständnis. CDU und SPD nahmen die Stellungnahme wortlos zur Kenntnis, nicht aber die UWG-Fraktion. Maria Lipke gab eine öffentliche Notiz zu Protokoll:

Aufgrund der aktuellen Situation im Amtshaus, möchte die UWG-Fraktion nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir erlauben uns deshalb eine kurze, öffentliche Protokollnotiz zu dieser heutigen Ratssitzung:


Der Bürgermeister wird von den Bürgerinnen und Bürgern für fünf Jahre gewählt. Diese Wahl fand in Selm 2004 statt. Hierbei konnte sich Herr Hußmann gegen drei Mitbewerber durchsetzen. Seit dieser Zeit hat Herr Hußmann seine Arbeit verantwortungsvoll erledigt und die UWG-Fraktion hat vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet.
Dieses Vertrauen sehen wir jetzt aus verschiedenen Gründen nachhaltig gestört.
Wir sind auch von der CDU enttäuscht, die mal wieder den falschen Kandidaten präsentiert hat.
Darüber hinaus enttäuscht uns die SPD-Fraktion, weil sie unser Angebot über die Einleitung eines Abwahlverfahrens nicht angenommen hat.
Aberwitzig – finden wir die Erklärungen, dass CDU und SPD bei einem Scheitern von Herrn Hußmann in Greven eine Abwahl betreiben wollen, weil dann das Vertrauen nicht mehr bestehe.
Wir befürchten außerdem, dass nach der Wahl in Greven dass Interesse der Selmer Bevölkerung an die Wahlurne zu gehen, sehr gering sein wird.
Letztlich ist es auch nicht erstrebenswert nach einer gescheiterten Abwahl, oder aus finanziellen Gründen, mit Herrn Hußmann weiter zusammenarbeiten zu müssen.
Da Herr Hußmann ja bereits einen Rücktritt für sich ausgeschlossen hat, sehen wir leider auch keine reale Chance, einen Solchen zu fordern. In diesem Punkt unterscheidet er sich wirklich nicht von der allgemein beklagenswerten Versorgungsmentalität vieler Berufspolitiker, zu denen sich Herr Hußmann ja selber zählt.

 

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