UWG feiert Geburtstag

Am 20 Juli feierte die Unabhängige Wählergemeinschaft Selm Geburtstag.
Genau vor 20 Jahren am 20.7.1984 fand in der Remise von Sophie und Gilbert Pink die Gründungsversammlung der UWG Selm e.V. statt.
Die RN vom 24.7.84 schrieben dazu:
"In wildromantischer Umgebung, in Nachbarschaft zu Netteberge, unterschrieben die Gründungsmitglieder die Satzung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG)...Die UWG Selm will im Rat der Stadt für alle Bürger sprechen, die sich von CDU und SPD nicht mehr vertreten fühlen."
Am 2. August stellten sich dann die Kandidaten der UWG dem Fotografen:

UWG Gründer 1984

"Und sie tanzten nur einen Sommer" wurde die UWG bei Gründung belächelt!

Mit dem klassischen Wahlplakat "Neue Leute braucht die Stadt" kam dann am Wahlsonntag, dem 30. September 1984 die faustdicke Überraschung: Die UWG war mit 4 Sitzen im Rat der Stadt Selm vertreten (CDU 18 Sitze, SPD 17 Sitze).Der unerbetene Neuling ist inzwischen 20 Jahre dabei, wird ernst genommen und akzeptiert. Wir beherrschen das Geschäft!
Vorangegangen schauten die altgedienten Ratsmitglieder erst einmal mit einer Mischung aus Skepsis und Spott, manchmal auch mit unverhohlener Abneigung auf den Neuling UWG herab.

In einer Art Antragsrecycling sind viele unserer Ideen und Konzepte, sei es in der Frauen-, Familien-, Umwelt-, Verkehrs- oder Sozialpolitik längst Realität geworden. Manchmal kam unser Antrag nach einer gewissen Schamfrist als der der Verwaltung wieder auf die Tagesordnung, manchmal brachten ihn, zurechtgestutzt und für die eigenen Zwecke umgedeutet, CDU oder SPD wieder ein. Für uns kein Themenklau, zeugt es doch von der Richtigkeit unserer Anliegen.
Wir mußten feststellen, dass die ergebnisoffene, politische Sachdiskussion im Rat die große Ausnahme ist. Wenn dort formal entschieden wird, sind die Würfel meist längst gefallen: In den Fraktionssitzungen von CDU und SPD. Das hat sich bis heute nicht geändert: Im Gegenteil bei der jetzigen absoluten Mehrheit der CDU gilt das mehr als 1984. Im Rat werden nur noch Fensterreden für die Presse gehalten.
Der Alltag im Rat wird darüberhinaus bestimmt von der Verwaltung, es gibt Tischvorlagen, Dringlichkeitsentscheidungen und mündliche Berichte. Dagegen hilft nur Widerstand in der Sitzung und anschließend der Weg in die Öffentlichkeit. Die Bürger sollen wissen, wie in ihrem Rat mit wichtigen Belangen umgegangen wird.
Die lokale Presse hat uns in all den Jahren fair behandelt und uns in diesem "Informationsdienst" unterstützt. Es gab keine "unterbliebenen Nachrichten" und keine Zensur.
Die UWG ist seit 20 Jahren offen für neue, gute konstruktive Ideen. Gerade bei den Problemen vor Ort ist Dynamik und Kreativität gefordert. Dies unterscheidet uns ganz wesentlich von unseren beiden Mitkonkurrenten der Kommunalwahl 2004 CDU und SPD. Die Parteien betonen zwar immer wider über ihre Parteigrenzen hinweg offen zu sein, aber letztlich müssen sie doch ihrer Parteilinie treu bleiben und sind somit der allgemeinen Parteiverdrossenheit ergeben.
Die Wahl unserer Plakate für die Kommunalwahl fiel uns deshalb nicht schwer:
Unser Bürgermeisterkandidat Dr. Hubert Seier wird dabei vorgestellt und, da waren wir uns alle einig:

Die haben fertig, steht da auf schwarzem Grund mit roter Schrift!


Vorstellung der Wahlplakate