Archiv für die Kategorie ‘25 Jahre UWG’

Festschrift – 25 Jahre UWG Selm

Montag, 17. August 2009

Gründungsvorstand

Der Gründungsvorstand, von links nach rechts:
Reinhold Schulze-Altcappenberg (1. Vorsitzender), Gerhard Lipke (2. Vorsitzender),
Peter Gehrmann (Kassierer), Lilo Beyer (Beisitzerin),
Peter Hau (Beisitzer), Dr. Gerhard Büter (Beisitzer),
nicht auf dem Bild: Gudrun Khaled (Schriftführerin)

25 Jahre gibt es nun die UWG

  • Das bedeutet, dass wir seit einem viertel Jahrhundert Mitverantwortung für diese Stadt getragen haben. 
  • Wir waren die erste Gruppierung in Selm, die es geschafft hat, das ererbte Parteiensystem aufzubrechen.
  • Wir haben uns seitdem stabil als dritte Kraft etabliert. Anfangs wurde uns Stagnation oder gar Niedergang unmittelbar vorausgesagt.
  • Wir galten als „Nur-Ökologen“, die angeblich von anderen wichtigen Themen nichts verstünden.
  • Aber sehr schnell waren wir auf allen politischen Ebenen anerkannte Mitglieder des Rates und der Ausschüsse und ganz vorne aktiv.
  • Wir haben uns selbst in den 25 Jahren in vielen Punkten weiterentwickelt, verändert, widersprochen, haben umgedacht und es dabei doch geschafft, unseren Gründungsimpulsen und unserem Programm treu zu bleiben.

 Hier kann die Festschrift zu unserem Jubiläum heruntergeladen werden.

Jubiläums-Bäume der UWG Selm e.V.

Freitag, 10. Juli 2009

baum

Seit nun­mehr 25 Jah­ren gibt es in Selm die UWG als ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein. Im Ju­bi­lä­ums­jahr wol­len wir in je­dem Stadt­teil von Selm ei­nen Baum pflan­zen, und zwar den „Baum des Jah­res“ 2009, den Berg-Ahorn.

Der „Baum des Jah­res“ wird seit 1989 vom Ku­ra­to­ri­um Baum des Jah­res aus­ge­ru­fen – so nennt sich der Fach­bei­rat des Ver­eins Baum des Jah­res, der über­haupt die Ur­sprungs­di­dee hat­te. Da­bei sind die Kri­te­ri­en zur Aus­wahl ei­nes Bau­mes ganz un­ter­schied­lich. Auf sei­ner Ho­me­pa­ge schreibt das Ku­ra­to­ri­um: „Das Wis­sen über be­kann­te Baumar­ten soll ver­tieft und sel­te­ne oder vom Aus­ster­ben be­droh­te Bäu­me (z.B. Spei­er­ling) in der Be­völ­ke­rung wie­der be­kann­ter ge­macht wer­den. Eine wei­te­re In­ten­ti­on ist, dass Bäu­me – wie zum Bei­spiel die Eibe – , die in un­se­rem Wirt­schafts­wald zu­se­hends ver­drängt wor­den sind, wie­der ver­mehrt Be­rück­sich­ti­gung fin­den. Auch die öko­lo­gi­sche Be­deu­tung ei­ner Baumart (z.B. Hain­bu­che) oder der Sym­bol­cha­rak­ter für ei­nen ge­fähr­de­ten Le­bens­raum (z.B. Sil­ber-Wei­de oder Schwarz-Erle – Au­wald) kön­nen ent­schei­den­de Aus­wahl­grün­de sein.“

Die vom Ku­ra­to­ri­um Baum des Jah­res ver­folg­ten Ab­sich­ten und Zie­le wer­den von ihm un­ter das Mot­to ge­stellt: Men­schen für Bäu­me für Men­schen – Kin­der für Bäu­me für Kin­der. Bäu­me und das Pflan­zen von Bäu­men wer­den also mit po­si­ti­ven Er­war­tun­gen ver­knüpft.

So se­hen wir das auch: Bäu­me als Zei­chen der Hoff­nung für un­se­re Stadt.

Schon im 19. Jahr­hun­dert ent­stand in Nord­ame­ri­ka – auf In­itia­ti­ve des Jour­na­li­sten Ju­li­us Ster­ling Mor­ton die Idee ei­nen „Tag des Bau­mes“ aus­zu­ru­fen. Sie wur­de 1951 von der FAO (Food and Agri­cul­tu­re Or­ga­ni­sa­ti­on) der Ver­ein­ten Na­tio­nen auf­ge­grif­fen, in­dem den Mit­glieds­län­dern emp­foh­len wur­de, je­des Jahr ei­nen Welt­festtag des Bau­mes zu fei­ern. In Deutsch­land ist seit 1952 der 25. April der Tag des Bau­mes.

Es kommt der UWG aber we­ni­ger auf den ex­ak­ten Tag an, son­dern es geht uns um die Tat. Der 23. Mai (Tag des Grundgesetzes) ist jedoch auch ein guter Tag, um einen Baum zu pflanzen.

 

Dass der Berg-Ahorn auch sonst gut zur UWG passt, zeigt ein Blick auf seine biologischen und ökologischen Eigenschaften und Merkmale.

Wie das Kuratorium „Baum des Jahres“ ausführt, zeigt der Berg-Ahorn, dass man auch ohne viel Schminke schön sein kann.

Ab ca. 25 Jahren beginnt der Berg-Ahorn zu blühen, dann aber fast jedes Jahr und reichlich.

Wenn er die Jugendzeit überstanden hat, erreicht seine Frosthärte –35ºC. Also ein sehr robuster Baum.

Auch ökologisch ist der Berg-Ahorn bedeutsam, er ist nämlich Lebensraum für viele Vogelarten, Insekten, Pilze und Misteln.

Man könnte ihn auch als „Baum zum Kuscheln“ bezeichnen, denn sein Holz ist gut geeignet für Werkzeugstiele, da es besser die Handwärme hält als z.B. Buchenholz.

 

Auch für Kinder zeigt sich eine interessante Anknüpfung. Der Berg-Ahorn kommt in den hö­he­ren La­gen am häu­fig­sten vor. Da­her der Na­mens­be­stand­teil „Berg“. In die­sem Zu­sam­men­hang spielt auch der Mi­chel von Lön­neber­ga eine Rol­le. Im Schwe­di­schen heißt der Ahorn näm­lich „Lönn“. Der besag­te Mi­chel kommt also von dort, wo der Ber­ga­horn wächst. 

Luftballonwettbewerb UWG Selm am 3.05.2009

Freitag, 10. Juli 2009

ballon_sieger

Im Rahmen des Selmer Stadtfestes (3.05.2009) und aufgrund unseres runden Vereinsjubiläums veranlassten wir einen Luftballonwettbewerb. Die ersten drei Sieger kamen alle aus Selm (Siegerehrung am 2.06.2009) und konnten sich über 5 Zehnerkarten (1.Platz), 3 Zehnerkarten (2.) sowie eine Ferienkarte (3.) für das Selmer Freibad freuen. Diese Aktion sollte einmal die UWG „bundesweit“ bekannt machen und gleichzeitig den Förderverein Selmer Freibad unterstützen.

Insgesamt haben ca. 500 Luftballons teilgenommen. Über 80 Karten (von Selm über Werne bis Hildesheim, Ratzeburg und Gletzow) sind zurückgekommen. Der  weiteste flog 405 Km und kam aus Gletzow, eine Kleinstadt zwischen Lübeck und Schwerin.

ballon_fundorte

25 Jahre UWG: Aus der Rede des 1. Vorsitzenden Peter Gehrmann auf der Jubiläumsfeier

Donnerstag, 09. Juli 2009


„… „P – 61“ … ist die Sig­na­tur für eine Ar­chi­va­lie. Die UWG ist näm­lich schon ein Stück Stadt­ge­schich­te – und aus Selm nicht mehr weg zu den­ken.

Hinter „P – 61“ ver­birgt sich näm­lich das ers­te Wahl­pla­kat der UWG.

erstes Wahlplakat

 

So schlank sah das vor 25 Jah­ren aus. Aber das Mot­to hat­te es in sich:

NEUE LEU­TE BRAUCHT DIE STADT.

 

NEUE LEU­TE … hat sich auch in un­se­ren Nach­bar­städ­ten und -ge­mein­den durch­ge­setzt: vor 25 Jah­ren wa­ren wir in NRW mit der Form des bür­ger­li­chen Ver­eins Vor­rei­ter. Heu­te gibt es in ca. 75% der Städ­te und Ge­mein­den in NRW eine Un­ab­hän­gi­ge oder Freie Wähler­ge­mein­schaft. [Weit über 250 sind es in NRW.]

 

NEUE LEU­TE … galt und gilt aber auch für uns selbst. Wir ha­ben nicht nur un­se­re Mit­glie­der­zahl kon­ti­nu­ier­lich ge­stei­gert, son­dern es auch im­mer wie­der ver­mocht, ak­ti­ve Mit­glie­der zu ge­win­nen.

An die­ser Stel­le möch­te ich auch er­in­nern an die Mit­glie­der, die wäh­rend ih­rer ak­ti­ven Zeit verstor­ben sind:

Ger­hard Lip­ke – mein Vor­gän­ger als 1. Vor­sit­zen­der der UWG und der Vor­sit­zen­de der ers­ten UWG-Frak­ti­on im Rat der Stadt Selm

Ur­sel Schnei­der-Ben­ke – eine aus der Rei­he von Vor­sit­zen­den des Um­welt­aus­schus­ses, die von der UWG ge­stellt wur­den

Gab­rie­le Blum – un­ser lang­jäh­ri­ges Mit­glied im So­zi­al­aus­schuss.

 

NEUE LEU­TE … be­deu­tet auch, dass die UWG im­mer, und zwar von An­fang an, alle Be­rei­che und The­men der Kom­mu­nal­po­li­tik kom­pe­tent und sach­kun­dig be­setzt hat. Da­bei wa­ren und sind wir nie ein­fach nur „Nein-Sa­ger“, son­dern im­mer „Ja-Sa­ger“ ge­we­sen. Ja zu neu­en, al­ter­na­ti­ven, in­no­va­ti­ven Po­li­tik-Kon­zep­ten.

Ich nen­ne hier jetzt nur ein mar­kan­tes Bei­spiel: als 1986 der Atom­re­ak­tor in Tscher­no­byl au­ßer Kon­trol­le ge­riet, hat die UWG nicht ein­fach nur „Nein“ ge­sagt zur Atom­ener­gie, son­dern „Ja“ ge­sagt zu ei­ner al­ter­na­ti­ven Ener­gie­po­li­tik und be­an­tragt, für Selm ein Kom­mu­na­les Ener­gie­ver­sor­gungs­kon­zept zu er­ar­bei­ten und um­zu­set­zen. Das The­ma – Stich­wort Stadt­wer­ke – be­schäf­tigt uns nach 23 Jah­ren im­mer noch. So dick sind die kom­mu­nal­po­li­ti­schen Bret­ter, die in Selm ge­bohrt wer­den müs­sen. Aber – wir ge­ben al­les! [...]

 

NEUE LEU­TE … ist auch für den Wahl­kampf 2009 wie­der ak­tu­ell – ins­be­son­de­re für den Wech­sel an der Stadt­spit­ze. Mir ist da je­doch nicht ban­ge, denn mit Hub­ert Sei­er hat die UWG ei­nen aus­sichts­rei­chen, um nicht zu sa­gen: den aus­sichts­reichs­ten Kan­di­da­ten für das Amt des Bür­ger­meis­ters in’s Ren­nen ge­schickt.“